Die Firma »Hallo Welt Systeme« als Initiator und Vertreiber des Volla Phone hat eine Allianz gegründet, um Alternativen zu Produkten der Big-Tech-Unternehmen anbieten zu können. Dr. Wurzer, Gründer von »Hallo Welt Systeme« will damit für mehr Unabhängigkeit, Selbstbestimmung und Schutz der Privatsphäre werben.
Themen wie Datenschutz, digitale Selbstbestimmung, Open Source, Privatsphäre und Unabhängigkeit sollen durch Zusammenarbeit mit möglichst lokalen Unternehmen, die im Gegensatz zu den großen Technologie-Unternehmen greifbar sind, leichter umzusetzen sein.
Dafür setzten sie auf Partnerschaften mit kleinen und mittelständischen Unternehmen und Organisationen. Gemeinsam bieten die Partner eine Gesamtlösung für mehr Einfachheit, Sicherheit und Selbstbestimmung in der mobilen, digitalen Welt. Zu den Partnern gehören Gigaset Communications als Hardware Hersteller, die Ubports Stiftung für das quelloffene Betriebssystem Ubuntu Touch und der VPN Anbieter Hide.me.
Neu dabei sind die Suchmaschinen Startpage und MetaGer für anonyme Suche im Internet und StartMail für sichere E-Mails. Motivation für Volla sind neben der wachsenden Dominanz der Big-Tech Unternehmen auch aktuelle Entscheidungen zur Überwachung im digitalen Raum. Weitere Einzelheiten verrät der Pressetext.
Hier wurde bereitsmehrfach über das Volla Phone berichtet. Zuletzt ging es im Juli um das Volla Phone X. Die Volla Phones werden von der »Hallo Welt Systeme« aus Remscheid vertrieben, die auch für das Betriebssystem Volla OS verantwortlich ist. Als Alternative läuft auf den Geräten Ubuntu Touch. Dr. Jörg Wurzer als Gründer der »Hallo Welt Systeme« möchte mit dem Volla Phone neben dem gegenüber herkömmlichen Android-Phones verbesserten Schutz der Privatsphäre auch ein etwas anderes Bedienkonzept umsetzen, das weniger auf Apps zentriert ist.
Zweimal Gigaset
Die Hardware-Grundlage bilden beim Volla Phone das Gigaset GS290 sowie beim Volla Phone X das Gigaset GX290. Beide Geräte haben diesen Monat jeweils ein Update mit Bugfixes erhalten. Auch die Volla-Benutzeroberfläche bringt mit einem Update über den vorinstallierten App Store F-Droid neue Funktionen:
Es können nun beliebige Apps zu den Shortcuts hinzugefügt werden
Die Nachrichtensammlung unterstützt jetzt sowohl Atom- als auch RSS-Feeds
Für die Websuche können Nutzer in den Einstellungen der Benutzeroberfläche neben DuckDuckGo nun mit Startpage und MetaGer zwei weitere Suchmaschinen auswählen, die die Privatsphäre der Nutzer schützen
Wird in den Volla-UI-Einstellungen der helle, dunkle oder transparente Modus geändert, so passt das System jetzt auch die Farben des Systems und der meisten Apps wie Telefon, Kontakte und Kalender an
Verbesserungen bei Ubuntu Touch
Das kürzlich veröffentlichte Ubuntu Touch OTA-19-Update behebt einen Fehler, der dazu führte, dass die WLAN-Verbindung wiederholt bestätigt wurde. Am nächsten Update wird bereits gearbeitet, mit dem eine komfortablere Einrichtung eines VPN zur Anonymisierung des Internetverkehrs sowie die Abwicklung eines zweiten Anrufs während eines Gesprächs eingeführt werden sollen. Ebenfalls neu ist die Unterstützung von Volla Phone X im Ubports-Installer für die nachträgliche Installation von Ubuntu Touch. Die Unterstützung für Volla OS ist in Vorbereitung.
Monatliche Fragestunde
Ein monatliches Online-Event soll Volla Phone Nutzern und Interessenten die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen. Das nächste Online-Event findet am 6. Oktober von 18 bis 19 Uhr statt. Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt, Fragen auf Englisch sind aber willkommen und werden auf Englisch beantwortet. Das Hauptthema wird die Nutzung von Ubuntu Touch im Alltag sein. Als Experte wird Alfred Neumeyer von der UBports Foundation Fragen beantworten. Alle aktuellen Änderungen können im September-Report nachgelesen werden.
Das Volla Phone X als Rugged-Ausführung kann ab sofort vorbestellt werden. Es ist die zweite Ausgabe des Volla Phone der Firma »Hallo Welt Systeme« aus Remscheid. Wie die erste Ausgabe nutzt auch das Volla Phone X ein Gerät der Gigaset AG als Grundlage, in diesem Fall das Gigaset GX290, das mit einem MediaTek Helio P23 SoC mit 2,3 GHz und 8 ARM Cortex-A53 Kernen sowie einer Mali-G71 MP2 GPU ausgestattet ist.
Im mittleren Marksegment angesiedelt
Das Gerät verfügt über 4 GByte RAM und 64 GByte internem Speicher, der per SD-Card auf bis zu 256 GByte erweitert werden kann. Der Karteneinschub nimmt zwei Nano-SIM-Karten oder eine Nano-SIM-Karte plus Micro-SD-Card auf. Der Akku bietet 6200 mAh, eine Schnellladeoption per Kabel mit 9V2A sowie drahtloses Laden. Bei der Konnektivität werden 2G/3G/4G, VoLTE (VollaOS), VoWifi (VollaOS), WLAN 2.5GHz/5GHz, Bluetooth 5.0 und NFC unterstützt. Bei den Anschlüssen sind USB-C für USB 2.0 und USB-OTG und eine 3,5 mm Stereo-Klinke für Kopfhörer mit Mikrofon vorhanden. Das Gewicht erhöht sich durch das stabilere Gehäuse und den größeren Akku von 190 auf 280 Gramm.
Schutz vor Staub und Wasser
Das robuste Volla Phone X erfüllt die IP68-Zertifizierung und bietet damit Schutz vor Staub und ist für bis zu 30 Minuten wasserdicht bis maximal 1,5 Meter Wassertiefe. Als Betriebssysteme stehen wie beim Vorgänger VollaOS und Ubuntu Touch zur Wahl. Volla OS basiert auf dem quelloffenen Android Open Source Project (AOSP) und enthält weder Google Apps noch Google Play Service. Ubuntu Touch ist ebenfalls unabhängig von Google und besitzt einen eigenen App Store. Android Apps lassen sich bei Ubuntu Touch allerdings ohne zusätzliche Software wie Anbox nicht installieren und ausführen.
Datenschutz zugesagt
Die Macher des Volla Phone versichern auch für die zweite Auflage, dass keine Daten von Anwendern gesammelt werden und ein Volla-Benutzerkonto nicht zwingend erforderlich ist, damit das Gerät verwendet werden kann. Zur Grundausstattung gehört eine App für den VPN-Dienst Hide.me. Das Volla Phone X kann auf der Webseite für 449 Euro vorbestellt werden und soll im August 2021 ausgeliefert werden.
Das Volla Phone ist ein Mittelklasse-Smartphone aus Deutschland, das sich Datenschutz und einfache Bedienung auf die Fahnen geschrieben hat. Es wurde per Crowdfunding finanziert und wird im Volla Shop für 359 € angeboten. Beim Betriebssystem besteht die Wahl zwischen Volla OS, das auf AOSP basiert und keine Google Apps enthält, oder als Linux-Variante Ubuntu Touch. Gastautor Matthias Böhm lieferte uns bereits im Dezember einen Alltagsbericht mit einem Vergleich des Volla Phone mit Ubuntu Touch gegenüber dem Sony Xperia XA2 Plus mit Sailfish OS.
Für den harten Alltag
Jetzt deutet sich mit dem Volla Phone X eine Rugged-Ausführung, also eine robustere Version des Smartphones für den besonders harten Alltagsbetrieb an, wie TuxPhones berichtet. Das Volla X wurde am 2. Tag der Volla Community Days 2021 bekannt gegeben. Im YouTube der live gestreamten Veranstaltung wird das Volla Phone X ab der Zeitmarke 1:34:33 kurz vorgestellt, leider ist der Ton teilweise schlecht zu verstehen.
Staub- und Wasserdicht
Was sich der kurzen Vorstellung entnehmen lässt ist, dass das robuste Gehäuse der IP68-Zertifizierung entsprechen soll und daher einen mit einer Klappe verschließbaren USB-C Port aufweist. Die IP68-Zertifizierung bedeutet, dass das Gerät staubdicht und bis maximal 1,5 Meter Wassertiefe für maximal 30 Minuten auch wasserdicht ist. Im Gegensatz zum normalen Volla Phone, das einen Akku mit 5.000 mAh aufweist, soll das Volla Phone X hier 6.200mAh bieten.
Gigaset GX290 als Basis
Während das Volla Phone das Siemens Gigaset GS290 als Basis nutzt, wird das Phone X auf dem kürzlich veröffentlichten Gigaset GX290 basieren. Das lassen zumindest die Bilder beider Gehäuse vermuten. Bei einer Größe von 6,1-Zoll und einem Verhältnis von 19,5:9-Display kommt Corning Gorilla Glas 3 zum Einsatz. Neben zwei Kameras wird das Gerät auch über Gesichtserkennung und einen multifunktionalen Fingerprint-Sensor auf der Rückseite verfügen. Als SoC ist der MediaTek OctaCore-Chip Helio P23 mit 2,3 GHz verbaut. Damit bleibt es vermutlich dabei, dass Volla-Geräte weiterhin auf Halium als Abstraktionsschicht angewiesen sind und keine Mainline-Kernel verwenden können. Softwareseitig wird es vermutlich beim Angebot von Volla OS, Ubuntu Touch und Sailfish OS sowie inoffiziell postmarketOS bleiben.
Dieser Alltagstest ergibt nur in der Kombination von Gerät und Betriebssystem Sinn, da in anderen Kombinationen abweichende Vor- und Nachteile auftreten.
Preis
Beide Geräte sind im Kern nicht mehr taufrisch, das Sony Xperia XA2 Plus ist nur noch schwer neu zu beziehen und startete mit 369,-€ UVP, hinzu kommen noch die Kosten für eine Sailfish-Lizenz, wenn man nicht auf Features wie Android Unterstützung verzichten möchte. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, eine kostenfreie Lizenz bei Jolla zu beziehen.
An diesem Punkt zeigt sich gleich ein großer Unterschied, denn Ubuntu Touch ist grundsätzlich frei verfügbar, wird von der UBports Foundation ohne proprietäre Anteile angeboten. Das Volla Phone ist mit vorinstalliertem Ubuntu Touch für 359,-€ beziehbar und noch recht frisch am Markt, allerdings wurde es von Gigaset GS290 abgeleitet, welches bereits Ende 2019 vorgestellt wurde. Produziert wird das Gerät bei Gigaset in Deutschland. Die Hallo Welt Systeme UG welche das Gerät vertreibt betont, dass das Volla Phone lediglich vom Gigaset Modell abgeleitet wurde, mir ist jedoch nicht bekannt in welchen Details sich diese Geräte unterscheiden.
Performance
Im Volla Phone werkelt eine Achtkern CPU das Typs MediaTek Helio P23 mit 4GB RAM und im Sony ein Qualcomm Snapdragon 630 ebenfalls mit 8 Kernen und 4 GB RAM. Beide Geräte arbeiten nach meinem Empfinden mit dem jeweiligen Betriebssystem flüssig zusammen. Bei Volla und Ubuntu Touch habe ich das unbestimmte Gefühl, dass es stellenweise etwas schneller reagiert.
Display
Das 6 Zoll Display des Sony löst mit 2160 x 1080 Pixeln auf und kommt damit auf 403ppi. Im Volla Phone ist ein 6,3 Zoll Bildschirm mit 2340 x 1080 verbaut und es kommt so auf 409ppi. Laut Tests ist das Display des Sony etwas heller, was ich im Alltag aber nicht feststellen konnte, beide sind aus meiner Sicht ausreichend hell und ausreichend fein in der Auflösung. Obwohl das XA2 Plus im Vergleich mit dem XA2 Ultra bei gleicher Displaygröße kleiner baut, nutzt das Volla Phone die Baugröße im Vergleich zur Bildschirmgröße effizienter, was aber auch bedeutet, dass es einen Notch für die Kamera hat. Diese Einschränkung wird von Ubuntu Touch in der Version OTA-15 noch nicht berücksichtigt, so dass der Notch in die obere Anzeigeleiste ragt. Auch die Rundungen an beiden Seiten ragen in die Leiste. Es gibt aber für versierte Anwender bereits einen Workarround und die Behebung ist für eines der nächsten Releases vorgesehen.
Akku
Mit Android habe ich keines der Geräte genutzt und kann daher keine Erfahrungswerte im Vergleich bieten. Jedoch gehen diese Kombinationen aus Betriebssystem und Gerät ausreichend effizient mit den Reserven um. Da der Akku das Volla Phones mit 4700mAh deutlich größer ausfällt als der des XA2 Plus mit 3580mAh hält das Volla etwas länger durch. Mit der Nutzung von Android Apps kommen zusätzliche potentielle Energiefresser hinzu, so mancher Anwender beider Betriebssysteme musste einige Zeit investieren um den Übeltäter zu ermitteln. Mir blieb das bislang erspart.
Kamera
Die Kamera des XA2 Plus fällt unter Sailfish gegenüber Android deutlich ab. Das Gerät verwendet proprietäre Treiber unter Android (Blobs), welche für Sailfish nicht zur Verfügung stehen, so dass die Ergebnisse trotz hauseigenem hochauflösenden 23-Megapixel-Sensor enttäuschen. Mit dem gleichen Problem schlägt sich auch Ubuntu auf dem Volla herum, das Gerät verfügt rückseitig über eine Dual Kamera mit 16-MP-Hauptkamera und einer 2MP-Kamera, welche laut Hersteller für die Tiefeninformationen im Bild sorgt.
Beim Ursprungsprodukt ist die Rede von künstlicher Intelligenz unter Android. Ob Ubuntu Touch wirklich beide Kameras bei der Aufnahme verwendet ist zweifelhaft und künstliche Intelligenz zur Verbesserung der Bilder, wie unter Android kommt hier nicht zum Einsatz. Beide Geräte neigen zu geringer Schärfe und zum Überblenden bei Verwendung der hellen Blitze. Je nach verwendeter App kommen auf dem Sony unnatürliche Farbe zustande. Das Volla schafft zudem die 16MP unter Ubuntu Touch nur im 4 : 3 Format. Optionen wie Bokeh oder Panorama sucht man in beiden Fällen vergebens.
Volla Phone mit YouTube Webapp auf Ubuntu Touch
Schnittstellen
SIM
Beide Kombinationen funktionieren auch mit zwei SIM Karten, wobei Sailfish im Ausland immer wieder Probleme macht und Neustarts fordert, bislang hat aber das Sony mit meiner Telekom SIM für Geschäftskunden in jedem Land funktioniert. Die Mobilbox Pro musste ich allerdings deaktivieren, da ich immer die Meldung erhielt, dass mein Gerät nicht unterstützt werde.
Die Sprachqualität ist trotz schlechterem Netz bei meinem Volla deutlich besser. Mein Sony Telefon produziert im Hintergrund störende Nebengeräusche, was aber darauf zurück zu führen sein kann, dass es schon mehrfach heruntergefallen ist.
SD-Card
Beide Geräte kommen mit den von mir verwendeten SD Karten zurecht, allerdings erkennt das Volla / Ubuntu Touch die Karte gelegentlich ohne Grund neu. Die maximale Größe der Karte habe ich nicht ermittelt, anderen Anwendern zufolge kommen beide mit 512GB zurecht.
Klinke
Erfreulicherweise verfügen die Konkurrenten beide über einen 3,5mm Klinkenanschluss für Kopfhörer. Beim XA2 Plus sitzt er im Gegensatz zum Volla oben statt unten neben dem USB Anschluss, was ich für praktischer halte.
Fingerabdruck
Auch Fingerabdruck-Scanner sind in beiden Fällen auf der Rückseite vorhanden, welche auch von den Betriebssystemen unterstützt werden. Auf dem XA2 Plus habe ich nach der Neuinstallation von Sailfish 3.4 inklusive der Verschlüsslung der Anwenderdaten festgestellt, dass ich bei der Inbetriebnahme 2x den PIN eingeben muss und erst dann den Fingerabdruck zum Entsperren verwenden kann. Beim Volla muss ich dafür hin und wieder trotz Fingerabdruck den PIN eingeben.
WLAN / VoLTE / VoWifi
WLAN funktioniert auf beiden Geräten gut, allerdings habe ich noch nicht viele Gastzugänge testen können. Das Volla fragt hin und wieder im gesperrten Zustand nach dem WLAN Code, erkennt das Netz aber sofort nach dem Entsperren. Kommt es aus dem Flugzeugmodus, muss man das Netzwerk erneut auswählen. Beide Betriebssysteme unterstützen kein VoLTE, was sich mit dem Rückbau der älteren Mobilfunkinfrastruktur noch zu einem Problem entwickeln könnte.
Bluetooth
Mit einem JBL Flip4 Lautsprecher kamen beide Kombinationen sofort zurecht, das Sailfish Gerät funktioniert auch schon länger gut mit Auto Head-Units und Headsets. Hier hat UBports mit dem OTA-15 Update anscheinend nachgebessert. Anrufen über die Head-Unit funktioniert, ebenso das Musikhören (zumindest vom Smartphone aus).
NFC
Das XA2 Plus und Sailfish unterstützen NFC, nur fehlen Anwendungsbereiche, da dies nur native Sailfish Apps betrifft und für Android Apps nicht zur Verfügung steht. Bei Ubuntu Touch auf dem Volla gibt es noch keine Unterstützung für NFC.
Wireless Charging
Kabelloses Laden unterstützt nur das Volla, allerdings hat Ubuntu Touch einen bekannten Bug beim Laden eines ausgeschalteten Geräts, der dazu führt, dass das Gerät in den Fast Boot Modus wechselt. Bleibt das Gerät angeschaltet funktioniert das Laden wie gewünscht.
Betriebssystem
Beide Betriebssysteme haben einen gewissen Reifegrad, der je nach verwendetem Gerät abweicht. Funktioniert Ubuntu Touch auf meinem BQ Aquaris Tablet ohne Auffälligkeiten, hatte ich auf dem Volla Phone mehrere ungewollte Neustarts. Solche Fehler gibt es bei der Sony XA2 Serie mit Sailfish eher selten, allerdings wird an der Adaption dieser Geräte schon sehr viel länger gearbeitet und auch Jolla hat einige OS Updates benötigt, um diese Geräte alltagstauglich zu bekommen. Der Update-Zyklus bei Ubuntu Touch ist mit durchschnittlich 6–8 Wochen für stabile Builds deutlich kürzer als bei Sailfish, das ca. 2x jährlich aktualisiert wird. Beide Geräte benötigen gelegentlich einen Neustart, Ubuntu Touch erheblich öfter als Sailfish.
Sony Xperia XA2 Plus mit Okuna Android App unter Sailfish X
Apps
Beide Plattformen haben einen recht überschaubaren Store. Der Harbour genannte Store für Sailfish enthält dabei längst nicht alle Apps für dieses Betriebssystem. Auf openrepos.net finden sich noch sehr viele Apps, die es aus unterschiedlichen Gründen nicht in den Store von Jolla geschafft haben. Dafür gibt es auch eine Store-App namens Storeman. Der OpenStore von Ubuntu Touch ist noch etwas übersichtlicher und enthält zudem viele Webapps.
Instant Messenger
Der OpenStore für Ubuntu Touch enthält Apps für Telegram (Teleports), Signal (Axolotl) und Wire (Wire UT), für Saifish gibt es mehrere native Telegram Clients, ich nenne hier mal nur die 2 neuesten Yottagram und Fernschreiber. Beide haben hinsichtlich der Features Teleports überholt. Daneben gibt es noch Whisperfish für Signal. Diese App wird jedoch gerade überarbeitet und befindet sich im Alpha Stadium.
Browser
Der Morph Browser auf Ubuntu Touch ist recht gut gelungen. Auf das Okuna-Social-Network kann ich mit diesem Browser keine Bilder zu meinen Beiträgen hochladen und auf einer anderen Seite keine Kommentare schreiben. Sonst ist er sehr schnell und stellt die Seiten sehr gut dar. Dagegen hat der Stock-Browser von Sailfish keine Chance, zwar wurde die Engine erst mit dem letzten OS Update aktualisiert, hängt aber immer noch um Jahre hinterher. Will oder kann man nicht auf einen Android-Browser zurückgreifen, bleibt der noch ältere Webcat -Browser oder man muss via Flatpak Angelfish installieren, um an das Niveau von Morph anzuschließen.
E-Mail
Um es vorweg zu nehmen, den großen Wurf liefern hier beide Plattformen nicht, aber hier liegt Sailfish gegenüber Ubuntu mit dem Dekko2 Mailclient deutlich vorn, zumal Jolla mit Sailfish 3.4. noch mal einiges am integrierten Mailclient verbessert hat. Mit Dekko2 komme ich leider gar nicht zurecht und konnte nicht mal mehrere Konten parallel einrichten. PGP gibt es nur für Sailfish aber daran habe ich mich noch nicht gewagt, kann also nicht sagen, ob und wie gut das funktioniert.
Anbox versus Alien Dalvik
Android nutzt ja einen eigenen Linux-Kernel, daher sind die Apps für dieses OS im Grunde binärkompatibel zu Ubuntu Touch und Sailfish. Um die Nutzung von Android-Apps auf anderen mobilen Linux basierenden Betriebssystemen nutzen zu können, gibt es das Anbox Projekt. Allerdings steckt das auf Ubuntu Touch noch in den Kinderschuhen, es wird nicht mit dem OS ausgeliefert und bei der Installation über das Terminal kommen adb und fastboot zum Einsatz. Sicherheitshalber sollte vorab ein Backup erstellt werden. Außerdem ist es so, dass bei jedem Update des Betriebssystems Anbox inklusive aller Apps komplett neu installiert werden muss.
Ganz anders funktioniert die Android-Unterstützung auf Sailfish. Das Produkt Alien Dalvik wurde noch im Auftrag von Nokia entwickelt und hat einen hohen Reifegrad. Es ist gut in das Betriebssystem integriert und kann mit einem Häkchen in den Sailfish-Systemeinstellungen aktiviert und deaktiviert werden. In Kombination mit MicroG kann man damit nahezu alle Android Apps nutzen, auch wenn sie auf das Google Play Services Framework aufsetzten. Letzteres muss man allerdings wollen, ich habe mich dagegen entschieden und nutze nur gelegentlich Android Apps ohne diese Services.
Sony Xperia XA2 Plus mit Prime Video Android App unter Sailfish X
Flatpak & Libertine
Sailfish bietet auf Druck der Community die Möglichkeit, Applikationen via Flatpak zu installieren, Ubuntu Touch hat die Containerlösung Libertine an Board. In beiden Fällen stehen hier allerdings lediglich nicht für die Nutzung auf mobilen Endgeräte optimierte Desktop-Apps zur Verfügung. Eine der wenigen erwähnenswerten Ausnahmen stellt Angelfish dar, der wie bereits erwähnt den Rückstand von Sailfish beim Vergleich der Browser kompensieren kann.
Fazit
Smartphones mit vorinstallierten Alternativen zu iOS und Android sind schwer zu finden, von den beiden hier vorgestellten Kombinationen bietet nur das Volla Phone diese Option, ohne selbst Hand anzulegen und sich in die Materie einarbeiten zu müssen.
Eine höhere Alltagstauglichkeit erreicht man mit dem Sony Xperia XA2 Plus, welches zwar die Installation als Vorarbeit voraussetzt, dafür die Nutzung von Android Apps auf diesem Betriebssystem denkbar einfach macht. Es bringt einen deutlich höheren Reifegrad mit und verfügt über zusätzliche Features wie die Verschlüsselung der Anwenderdaten und die besseren Online-Synchronisationsmöglichkeiten.
Mein Favorit ist Stand heute eindeutig das Sailfish Gerät, auch wenn mir UBports als Stiftung sympathisch ist. Von der Hardware finde ich das Volla Phone einen Tick gelungener, es liegt besser in der Hand und nutzt die Oberfläche für den Bildschirm effizienter, dafür ist der Sensor der Kamera schlechter. Leider erlauben es beide Geräte nicht, den Akku ohne den Einsatz von Werkzeug zu ersetzen.
Vor etwas über einem Jahr wurde das Volla Phone auf Kickstarter und Indiegogo mit rund 170.000 Euro vorfinanziert. Dr. Jörg Wurzer, der Gründer der »Hallo Welt Systeme« aus Remscheid möchte mit dem Volla Phone neben dem gegenüber herkömmlichen Android-Phones verbesserten Schutz der Privatsphäre auch ein etwas anderes Bedienkonzept umsetzen, das weniger auf Apps zentriert ist.
Volla OS oder Ubuntu Touch
Dazu kommt das Volla Phone, das seit Anfang November ausgeliefert wird, mit der vorinstallierten Eigenentwicklung Volla OS, das dieses Bedienkonzept umsetzt. Alternativ können Kunden sich für ein vorinstalliertes Ubuntu Touch (UT) entscheiden. Eine Kooperation mit der UBports-Foundation sorgt dafür, dass UT weiter an das Volla Phone angepasst wird. Wer sich ein wenig auskennt, kann von dort dann auch zu Sailfish OS wechseln. Die Installationsroutinen sind noch nicht endgültig ausgereift und werden mit der Zeit benutzerfreundlicher werden.
Smartphone von Gigaset
Grundlage des Geräts ist das GS290 vom deutschen Hersteller Gigaset, es bietet ein Display mit 6,3-Zoll, einen Mediatek-Helio P23 Octa Core Prozessor mit 2 GHz, dazu 4 GByte RAM und 64 GByte Hauptspeicher, der per SD-Karte um bis zu 512 GByte erweitert werden kann. Es unterstützt 4G LTE CAT 6 mit Volte und VoWifi. Der 4.700 mAh Akku kann per USB-C geladen werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Geräten verfügt das GS290 noch über eine herkömmliche Audio-Buchse.
AOSP als Basis
Volla OS basiert auf dem Android Open Source Project (AOSP), also der Android-Basis, auf der Smartphone-Hersteller ihr Branding und diverse Apps und Dienste draufpacken. Volla verspricht, keine Daten zu sammeln und verbindet die Nutzung des Geräts nicht mit der Pflicht, ein Konto einzurichten. Für einen grundlegenden Schutz der Privatsphäre kommt das Volla Phone ohne Google Apps und Play Services.
Darüber hinaus enthält Volla OS kuratierte Kernanwendungen, die ebenfalls Open Source sind und die Privatsphäre respektieren, einschließlich eines sicheren Browsers und eines alternativen App Stores, nämlich den alternativen Google Playstore-Client Aurora. Volla OS ist mit den meisten Android-Apps kompatibel, die keine Google-Play-Services benötigen.
VPN vorinstalliert
Zudem wird Volla OS mit dem vorinstallierten VPN-Dienst Hide.me ausgeliefert inklusive einem kostenfreien Zugang für den ersten Monat. Natürlich steht es den Nutzern frei, einen alternativen VPN-Anbieter ihrer Wahl einzurichten. Eine weitere Besonderheit von Volla OS ist das Springboard, oder auch Sprungbrett.
Anstatt eine App zu suchen und diese zu starten, beginnt der Nutzer in ein Textfeld auf dem Homescreen, das Sprungbrett, zu schreiben, was er gerne tun möchte. Das kann etwa sein, jemanden anzurufen, eine Nachricht zu senden oder eine Notiz festzuhalten. Das System liefert daraufhin Vorschläge zur Textvervollständigung und für mögliche Funktionen. Häufig verwendete Funktionen können mit einer Geste aufgerufen werden, ohne dass zuerst die passende App gestartet werden muss.
Quellcode wird freigegeben
Außerdem lässt sich das Handy über eine Schnellmenü-Funktion und diverse Kurzbefehle steuern, sogenannte Sammlungen liefern automatische Zusammenstellungen von Personen, mit denen ein Anwender häufig und zuletzt in Kontakt stand, die zuletzt ausgetauschten Mitteilungen oder Nachrichten aus selbst ausgewählten Quellen. Und wo wir schon bei Quellen sind: Das Unternehmen hat damit begonnen, den Quellcode des Betriebssystems schrittweise auf GitHub freizugeben.
Das Volla Phone kann im Vollashop für 359 Euro in Weiß oder Schiefergrau bestellt werden, wobei derzeit nur die weiße Version verfügbar ist. Wer in den verbleibenden Tagen des ausklingenden Jahres ein Volla Phone bestellt, erhält dieses im Januar 2021. Die Dokumentation ist noch im Aufbau, eine FAQ sowie ein Handbuch in vielen Sprachen stehen bereits zur Verfügung. Wer nähere Informationen und das direkte Gespräch mit Jörg Wurzer, den Entwicklern und der Community sucht, kann dies in der Telegram-Gruppe Volla User Community tun.
In den letzten drei Jahren hat die Kategorie der Linux-Phones für viele Nachrichten gesorgt, ohne dass bisher greifbare Ergebnisse vorliegen die für die Masse der Anwender als alleiniger täglicher Begleiter taugen. Auch das hoffentlich noch in diesem Jahr ausgelieferte Librem 5 wird in seiner ersten stabilen Auflage diese Anforderung vermutlich nicht sofort erfüllen können. Vom angekündigten Volla Phone hört man derzeit wenig.
FX Technology und XDA Developers
Jetzt gesellt sich ein weiterer Aspirant zur Gattung Smartphone mit alternativem Betriebssystem hinzu. Auf der Plattform Indiegogo wird derzeit das Pro1 X Smartphone finanziert, das von der Firma FX Technology zusammen mit den Entwicklern der Technik-Community XDA entwickelt wird. Das Pro1 X soll standardmäßig mit dem Android-ROM LineageOS angeboten werden. Alternativ steht Ubuntu Touch zur Wahl, später soll auch Sailfish OS als Betriebssystem verfügbar sein. Zusätzlich wird an der Umsetzung von Debian und Windows 10 gearbeitet.
Wem der Name des Neuzugangs vage bekannt vorkommt, der liegt nicht ganz falsch, denn 2019 stellte FX Technology bereits das F(x)tec Pro1 vor, auf dem das Pro1 X basiert. Der Vorgänger setzte auf Android, bietet aber ansonsten die gleiche Hardware, die eine vollwertige, mit 5 Zeilen und 64 Tasten ausgestattete, herausschiebbare QWERTZ-Tastatur unter dem Display verbirgt, mit der im Split-Screen-Modus gearbeitet werden kann.
Snapdragon 835
Wie der Vorgänger setzt das Pro1 X beim Prozessor auf einen nicht mehr ganz taufrischen, aber für die meisten Zwecke ausreichenden Snapdragon 835, der seinerzeit in Geräten wie dem Google Pixel 2, Sony Xperia XZ1 oder dem Samsung Galaxy S8 und S8 Note verbaut war. Der Arbeitsspeicher wurde von 6 auf 8 GByte angehoben, der Hauptspeicher von 128 auf 256 GByte verdoppelt. Ein Modell mit 6 GByte/128 GByte ist aber ebenfalls Teil der Kampagne.
Das 6-Zoll OLED-Display bietet eine Auflösung von 2160 × 1080 Pixel. Ein Fingerabdrucksensor ist an der 14 mm dicken Breitseite untergebracht. Die weiteren Maße betragen 154 × 74 mm, das Gewicht beträgt 243 Gramm. Das Gerät kann eine SD- oder eine zweite SIM-Karte aufnehmen. Im Gegensatz zum schwarzen Vorgänger wird das Pro1 X in Saphirblau (RAL 5003) ausgeliefert.
Ziel erreicht
Die Kampagne auf Indiegogo zielte auf rund 63.800 Euro. Das Ziel wurde bereits nach zwei Stunden erreicht und steht derzeit bei einer Restlaufzeit von 44 Tagen bei 223.630 Euro von annähernd 400 Unterstützern. Das Pro1 X kostet mit 6 GByte RAM und 128 GByte Hauptspeicher derzeit 553 Euro plus 40 Euro Versand. Die Version mit 8 GByte RAM und 256 GByte Hauptspeicher liegt bei 595 Euro plus 40 Euro Versand. Der spätere Straßenpreis soll bei 899 US-Dollar liegen.
Im November 2019 fand auf Kickstarter eine Finanzierungskampagne für das Volla Phone statt. Das Startup Hallo Welt Systeme UG aus Remscheid hatte die Finanzierung eines Smartphones zum Ziel, das neben dem Schutz der Privatsphäre auch ein neues Benutzererlebnis bietet.
Erster Anlauf gescheitert
Zunächst war, wie damals hier berichtet, das Betriebssystem Volla OS vorgesehen, das auf dem Android Open Source Project (AOSP) basieren sollte. Das auf dem quelloffenen Linux-Betriebssystem MeeGo aufgebaute Nemo OS und Ubuntu Touch waren als Stretch Goals vorgesehen. Als Hersteller der Hardware war die deutsche Firma Gigaset mit im Boot.
Beim zweiten Mal erfolgreich
Die ersten Reaktionen waren eher skeptisch und zurückhaltend. Die Kampagne wirkte so, als wolle jemand auf den anfahrenden Zug der Linux-Phones aufspringen. So wurde die Kampagne nach einem Monat mit 16.550 von angestrebten 350.000 Euro eingestellt. Eine zweite Kampagne auf Indiegogo mit dem realistischeren Ziel von 25.000 Euro verlief erfolgreich. Das Gerät soll nun im November 2020 ausgeliefert werden und 359 Euro kosten.
Ubuntu Touch als Betriebssystem
Als Betriebssystem kommt nun Ubuntu Touch zum Zug, Hallo Welt Systeme wird zudem Gold Sponsor der UBports Foundation. Damit ist das Volla Phone nach dem PinePhone das zweite Linux-Phone, dass mit Ubuntu Touch ausgeliefert wird. Alternativ soll auch Sailfish OS als Community-Port zur Installation bereitstehen. Neben UBports soll auch Anbox bei der Entwicklung unterstützt werden, sodass das Volla Phone über die Anbox-Container auch Android-Apps verwenden kann. Die gesamte Software-Entwicklung soll quelloffen stattfinden.
Hardware aus dem mittleren Regal
Die Hardware-Grundlage ist das Gigaset GS290. Es bietet den Mediatek Helio P23 Octa Core-SoC mit 2,0 GHz, 4 GByte RAM und 64 GByte interner Speicher, der per SD-Karte auf 256 GByte erweitert werden kann. Es unterstützt 4G LTE CAT 6 mit Volte und VoWifi. Der 5.000 mAh Akku kann per USB-C geladen werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Geräten verfügt das GS290 noch über eine herkömmliche Audio-Buchse.
Zwischen PinePhone und Librem 5
Somit siedelt sich das Volla Phone technisch oberhalb von PinePhone und Librem 5 an, preislich liegt es in der Mitte. Wenn das Volla Phone so realisiert wird, ist es das erste Linux-Phone, dessen Hard- und Software in Deutschland hergestellt wird. Ubuntu Touch hat zwar internationale Entwickler, die UBports Foundation ist aber ein deutsches Konstrukt. Das Volla Phone kann auf Indiegogo oder Kickstarter vorbestellt werden.
Smartphones, die den Schutz der Privatsphäre und ein Mehr an Sicherheit versprechen, liegen aktuell im Trend. Neben den gerade erst in den Markt eintretenden Linux-Smartphones Librem 5 und PinePhone versucht nun ein weiterer Kandidat in den noch offenen Markt vorzustoßen.
Hallo Welt
Das Startup Hallo Welt Systeme UG aus Remscheid stellt auf der Schwarmfinanzierungsplattform Kickstarter nach über zwei Jahren Forschung und Entwicklung sein erstes Produkt vor. Das Volla Phone soll neben dem Schutz der Privatsphäre auch ein neues Benutzererlebnis bieten. Es will die Vielzahl von Apps und Cloud-Diensten ablösen und Menschen, Inhalte und Aktivitäten ins Zentrum stellen. Damit soll die wachsende Komplexität und der ständig zunehmende Zeitbedarf aktueller Smartphones abgemildert werden.
Neue Konzepte
Der Gründer Dr. Jörg Wurzer, der über mehr als 20 Jahre Erfahrung in Forschung und Entwicklung in den Bereichen User Experience, Machine Learning, natürlicher Sprachverarbeitung, Künstliche Intelligenz und Produktmanagement verfügt, sagt dazu: »Alle mobilen Betriebssysteme basieren auf Apps. Es ist Zeit für etwas Neues. Ein neues Konzept der Benutzerschnittstelle soll deshalb wieder Freiraum für wichtige Dinge schaffen.«
Eines der neuen Konzepte des Volla OS ist das Springboard. Ein Anwender schreibt einfach was er oder sie tun will, ohne eine bestimmte App aufrufen zu müssen, um beispielsweise einen Anruf zu tätigen, eine Nachricht zu schicken oder einen Termin zu planen. Für andere Situationen bietet das Volla OS ein Schnellmenü, mit dem ein Anwender mit einer Geste häufig verwendete Funktionen und Inhalte aufrufen kann. Dazu zählen auch automatische Zusammenstellungen von Kontakten, Unterhaltungen und Nachrichten.
Nemo Mobile
Das Volla Phone wird dazu mit dem mobilen Betriebssystem Nemo Mobile ausgeliefert. Das Volla Phone wird mit Volla OS ausgeliefert, einem auf dem Android Open Source Project (AOSP) basierenden Betriebssystem. Das auf dem quelloffenen Linux-Betriebssystem MeeGo aufgebaute Nemo OS und Ubuntu Touch sind als Stretch Goals vorgesehen.
Alternative Ubuntu Touch
Das Volla Phone verzichtet auf Google Play und Google Apps, soll aber die meisten Android-Apps über einen anonymen App-Store unterstützen. Ein vorkonfigurierter VPN-Dienst auf der Basis von Hide.Me soll die Privatsphäre schützen und Tracking verhindern helfen.
Das Volla Phone, das bisher lediglich als Prototyp existiert, soll rund 300 Euro kosten. Die Kampagne auf Kickstarter strebt 350.000 Euro an und läuft noch bis 15. Dezember. Als Hersteller des Geräts wurde der deutsche Hersteller Gigaset verpflichtet.