Schlagwort: PinePhone

  • PinePhone Pro angekündigt

    PinePhone Pro angekündigt

    Pine64 hat mit dem PinePhone Pro ein neues Linux-Smartphone angekündigt, dass ab sofort als Entwicklerversion vorbestellt werden kann. Der Preis liegt bei 399 USD zusätzlich Versand und Steuern. Im Vergleich zur ersten Auflage des PinePhone kommt die Pro-Version mit verbesserter Hardware:

    KomponentePinePhonePinePhone Pro
    CPUAllwinner 64-bit Quad-core 1.2 GHzRockchip RK3399S 64bit SoC 1,5 GHz
    GPUMali-400MP2ARM Mali T860 4x core GPU @ 500MHz
    RAM2 oder 3 GB LPDDR34GB LPDDR4 @ 800MHz
    interner Speicher16/32 GB eMMC, 2 TB SD-Card128 GB eMMC, 2 TB SD-Card
    Display5,95″ 1440×720 IPS LCD6″ 1440 x 720 IPS mit Gorilla Glass 4
    WLANWi-Fi 802.11 b/g/n, single-bandAMPAK AP6255 WiFi 802.11 ac
    Bluetooth4.04.1
    GPSGPS, GlonassGPS, GPS-A, GLONASS
    ModemQuectel EG25-GQuectel EG25-G
    KamerasOV6540, 5 MP, GC2035, 2 MP13MP Sony IMX258 Hauptkamera, 5MP OmniVision OV5640 Kamera
    Maße160.5 x 76.6 x 9.2mm160.8 x 76.6 x 11.1mm

    Rockchip RK3399S

    Das PinePhone Pro ist laut der Webseite das Produkt von zwei Jahren Sammeln und Analysieren von Feedback von den Anwendern des original PinePhone. Pine64 hat eng mit dem Rockchip-Entwickler-Team zusammengearbeitet, um die Leistung des SoCs so abzustimmen, dass er die erforderlichen thermischen Grenzwerte für den Formfaktor einhält. Der verwendete RK3399S ist eine Variante des RK3399, die speziell für das PinePhone Pro entwickelt wurde und die ohne den Zusatz S auch im Pinebook Pro läuft. Er erbringt im neuen Phone wegen der thermischen erfordernisse rund 20% weniger Leistung als im Pinebook Pro. Die Zusammenarbeit erlaubte es auch, den Suspend des PinePhone Pro zu ermöglichen, der es dem Smartphone erlaubt, Anrufe und SMS-Nachrichten zu empfangen und gleichzeitig den Akku zu schonen.

    Accessoires verfügbar

    Wie beim Vorgänger sind Hardware-Kill-Switches für die Kameras, das Mikrofon, für WLAN und Bluetooth sowie für das LTE-Modem inklusive GPS verbaut und nach Abnehmen des Rück-Covers zugänglich. Zudem verwendet die Pro-Version das gleiche Pogo-Pin-System und dieselbe Rückseitenbefestigung wie das ursprüngliche PinePhone, sodass es mit allen vorhandenen Add-ons kompatibel ist. Die Tastatur, PineDio LoRa, der Fingerabdruckleser und das kabellose Lade-Cover funktionieren alle auch mit dem PinePhone Pro.

    Verfügbarkeit unbekannt

    Das Gehäuse ist um 2 mm dicker als das des ursprünglichen PinePhone. Die Proportionen des ursprünglichen Designs wurden angepasst, um das neue Display unterzubringen und eine bessere Wärmeableitung zu ermöglichen. Das originale PinePhone wird auch weiterhin hergestellt. Was die Offenheit des Geräts angeht, so entspricht diese exakt dem Vorgänger. Was die Auslieferung der Pro-Version an Endkunden angeht, so wird auch die vermutlich ebenfalls von der derzeitigen Knappheit an Komponenten beeinflusst. In welchem Ausmaß lässt sich allerdings nicht absehen. Einen Termin für die allgemeine Verfügbarkeit gibt es derzeit nicht.

    Das PinePhone Pro zieht bei der Spezifikation in etwa mit dem Librem 5 gleich, übertrifft es in einigen Punkten sogar. Damit wird es für das rund doppelt so teure Librem 5 nicht einfacher, seine Nische zu besetzen.

  • Pine64-Report für Juli 2021

    Pine64-Report für Juli 2021

    Der Report von Pine64 für den Monat Juli dreht sich hauptsächlich um das PinePhone und dessen kommende Hardware-Tastatur sowie um die Smartwatch PineTime, die gerade in einer neuen Auflage in Produktion ist. Zudem ist das Entwicklerportal PINE64 DevZone im Entstehen begriffen.

    Mehr Ordnung in der Entwicklung

    Die PINE64 DevZone trägt dem Zuwachs an Entwicklern bei den Projekten von Pine64 in den letzten Monaten Rechnung. Seit 2019 haben sich die Zahlen sogar mehr als vervierfacht. Dieses Wachstum macht es schwierig, den Überblick zu behalten, wer an was arbeitet. Mit der PINE64 DevZone soll die Entwicklung gerade auch für Einsteiger übersichtlicher, der Entwicklungsprozess als solcher rationaler und Entwicklungsressourcen auf effizientere Weise verbreitet werden. Die Anmeldung bei der DevZone ist bereits geöffnet.

    PineTime als Consumer-Version

    Im Dezember 2019 wurde die PineTime als Dev-Kit erstmals ausgeliefert. Jetzt ist die Smartwatch von Pine64 auch als Endkundenversion für $26.99 im Shop von Pine64 erhältlich. Vor dem Bestellen macht ein Warntext klar, dass dieses Modell versiegelt ist und sich somit nicht öffnen lässt wie etwa das Dev-Kit. Als Betriebssystem kommt InfiniTime 1.2 zum Einsatz. WaspOS, ein weiteres Betriebssystem für Smartwatches auf der Basis des nRF52-Microcontrollers wie PineTime, Colmi P8 oder Senbono K9, wurde um eine Sport-App erweitert und erhielt weitere Verbesserungen. Eine weiteres noch junges OS für die PineTime ist das auf RIOT OS basierende Malila.

    Tastatur-Cover für das PinePhone

    Die ehemals zwei Prototypen für die Hardware-Tastatur des PinePhone wurden mittlerweile auf eine Version eingedampft, bei der die Rückmeldungen der Entwickler bezüglich der Elektronik der Tastatur und des Gehäuses fast gänzlich eingearbeitet sind und die Feinabstimmung begonnen hat. Vom Entwickler Megi, der für seine Arbeit am Kernel und durch das Multi-Distro-Image bekannt ist, stammt eine offene Firmware für die Tastatur, welche als Standard mit dieser ausgeliefert werden. Eine offene Firmware für das Phone selbst ist bereits seit Längerem in Arbeit. Sollte eine letzte Vorserie keine Probleme aufwerfen, kann die Tastatur bald in Produktion gehen. Auch die Rückcover für den Fingerprint-Reader und das kabellose Aufladen sind produktionsreif.

    Hardwareunterstütztes Abspielen von Videos

    Auch aufseiten der Software für das PinePhone gibt es Neues zu berichten. Herausragend ist der Clapper-Videoplayer, der auf der Basis von GStreamer hardwareunterstütztes Abspielen von Videos unterstützt. Das PinePhone kann mithilfe der Beschleunigung 1080p bei 30fps ausgeben, was zum Tragen kommt, wenn das PinePhone etwa über ein Dock für Konvergenz an einem größeren Display genutzt wird.

    Arch mit Plasma auf dem PinePhone

    Weiterhin neu ist ein auf Arch basiertes Abbild mit Kernel 5.12.14, Plasma 5.22 und aktuellem Phosh 0.12.0. Bis zum Ende des Monats soll auch ein neues Abbild mit der minimalen Oberfläche SXMO vorliegen. Nicht zuletzt hat auch postmarketOS für das PinePhone eine Reihe von Verbesserungen erfahren. Die Wichtigste ist die kürzlich erschienene stabile Version v21.06, die aktualisierte Software für Benutzer der stabilen Zweige von postmarketOS mit Phosh 0.11 (und Phosh 0.12 in Edge) bringt. Der postmarketOS-Build erhielt auch Quick-Suspend/Resume-Unterstützung für das Modem für diejenigen, die den experimentellen Edge-Zweig verwenden. Das sollte die Zuverlässigkeit von Anrufen und mobilen Daten auf dem Telefon erhöhen. Die aktuelle Version von postmarketOS kann von der Projektseite mit Phosh, Plasma Mobile oder SXMO als Oberfläche heruntergeladen werden.

  • PinePhone: 15 Distributionen in einem Image

    PinePhone: 15 Distributionen in einem Image

    Wer ein PinePhone besitzt, sich aber nicht entscheiden kann, welches Betriebssystem er installieren möchte, dem kann geholfen werden. Das Multi-Distro-Demo-Iimage des Entwicklers Megi vereint 15 Distributionen auf einem komprimierten 6,5 GByte umfassenden Abbild, das auf einer SD-Karte das Booten dieser Distributionen erlaubt. Gerade ist die erste neue Version der Sammlung nach rund acht Monaten erschienen.

    Auf dem Abbild sind folgende Distributionen in der aktuellen stabilen Version enthalten:

    • Arch Linux ARM 2021-06-02
    • Arch Linux ARM / dreemurrs 20210522
    • Fedora 0.5.0
    • Lune OS 2021-05-29
    • Maemo Leste 20210530
    • Manjaro / Phosh beta10
    • Manjaro / Plasma 20210602
    • Mobian 20210602
    • postmarketOS Plasma Desktop 2021-06-02
    • postmarketOS GNOME 2021-06-02
    • postmarketOS Plasma Mobile v21.03-20210529
    • postmarketOS Phosh v21.03-20210529
    • postmarketOS sxmo edge-20210526-0123
    • Sailfish 1.1-4.0.1.48 20210601
    • Ubuntu Touch 2021-05-27

    Nicht zur Installation empfohlen

    Die Klassifizierung als Demo sollte beachtet werden, denn die Distributionen auf diesem Image sind nicht in erster Linie zum Installieren geeignet. Megi hat, um alle Distributionen mit dem von ihm entwickelten pboot von einem Image booten zu können, alle Boot-Images mit dem gleichen Megi-Kernel 5.13-rc4, Boot-Manager und Modem-Treiber ausgestattet. Deswegen enthalten die enthaltenen Distributionen unter Umständen nicht alle Funktionen, die die eigenständige Version der einzelnen Betriebssysteme bieten würde. Auch die Aktualisierung könnte zu Problemen führen.

    Beim Transfer auf eine SD-Karte ist darauf zu achten, dass das Image mit zstd komprimiert ist, was nicht von allen Tools zum Beschreiben von SD-Karten unterstützt wird. Soll beispielsweise Etcher zum Einsatz kommen, so muss das Image vorher entpackt werden, was den Umfang auf rund 10 GByte anwachsen lässt. Das Abbild steht als Torrent zum Download bereit, der Download per HTTP ist auf 512 KiB/s beschränkt. Die Installation ist auf Megis Webseite beschrieben.

    Quellen:

    Megis Webseite

    Linux Smartphones

  • Pine64 veröffentlicht Mai-Report

    Pine64 veröffentlicht Mai-Report

    Der Report von Pine64 für den Monat Mai hat keine spektakulären Ankündigungen zu bieten, sondern eher »Business as Usual«. Das bedeutet im positiven Sinne auch, dass das PinePhone weiter produziert wird, während das Librem 5 wegen Engpässen bei den Komponenten eine Pause bis in den Oktober einlegen muss.

    Pine64 hat offenbar besser vorausgeplant und kann der Knappheit vieler elektronischer Bauteile bisher entgehen. Pine64 sagt zu, dass das PinePhone bis mindestens zum Jahresende durchgehend lieferbar sein soll. Die derzeit angebotene Version bietet Manjaro als Betriebssystem und Plasma Mobile als Desktop-Umgebung. Das Versprechen der durchgängigen Verfügbarkeit gilt nicht für die weiteren Geräte und SBCs von Pine64, die durchaus zeitweise von der Bestell-Webseite im Shop verschwinden könnten.

    Erweiterungen lieferbar

    Ab Juni sollen auch die ersten beiden Erweiterungen für das PinePhone lieferbar sein. Es handelt sich um alternative Wechsel-Cover mit zusätzlicher Funktionalität, die über sechs Pogo-Pins im Inneren des Geräts gesteuert werden. Die beiden als Erstes verfügbaren Rück-Cover sind für kabelloses Aufladen per Qi sowie für ein Wide-Area-Network (WAN) über ein LoRa-Modul, das zum Betrieb allerdings Software benötigt.

    PinePhone wird zum PDA

    Im Verlauf des Sommers wird dann auch das von vielen erwartete Tastatur-Cover am Markt sein, welches das PinePhone in ein Gerät verwandelt, dass an einen PDA erinnert. Zusätzlich enthält die Erweiterung einen zweiten Akku, der 6.000 mAh liefert und dem Gerät die ausreichende Standfestigkeit verleiht. Ganz fertig ist das Tastatur-Cover noch nicht, die Folie der Tastatur muss laut Herstellerangaben ausgetauscht werden. Zudem muss der i2c HID Treiber an das PinePhone angepasst werden.

    Gefragte Smartwatch

    Bisher noch nicht erwähnt wurde ein weiteres Rück-Cover, dass sich in der Entwicklung befindet. Es soll einen Fingerabdruck-Scanner bieten. Derzeit wird die Firmware entwickelt, ein Datum für die Verfügbarkeit gibt es noch nicht. Die Smartwatch PineTime scheint selbst als Vorserienmodell ein großer Erfolg zu sein. Dazu hat nicht unwesentlich die Veröffentlichung der Firmware InfiniTime 1.0 beigetragen. Nach der Ankündigung war die PineTime in kurzer Zeit ausverkauft. Eine neue Charge der Smartwatch soll noch im Monat Mai produziert werden und mit aktuellem Bootloader und InfiniTime ausgeliefert werden.

    Megapixels 1.0

    Aufseiten der Software vermeldet Martijn Braam von postmarketOS die Fertigstellung der Kamera-Software Megapixels 1.0, die durch die Portierung auf GTK4 weitere Funktionalität wie etwa GPU-Beschleunigung in der Kameravorschau erlangt hat. Das neue Toolkit ermöglicht es zudem, per GTK-Widgets die benutzerdefinierten gerenderten Verschluss-/Belichtungseinstellungen durch Dropdowns darzustellen. Das Vorschaubild erstreckt sich jetzt unter die untere Zeile, die die Kamerasteuerungen enthält. Weitere Nachrichten aus der Pine-Welt liefert der ausführliche Report.

  • PinePhone-Tastatur rückt näher

    PinePhone Tastatur-Cover

    Im Oktober letzten Jahres enthüllte Pine64, Zusatzfunktionenen für das PinePhone über austauschbare Rückcover bereitstellen zu wollen. Diese Funktionen werden über sogenannte Pogo-Pins gesteuert, die mit den Gegenstücken auf künftigen Covern Kontakt aufnehmen.

    Großer Anklang

    Die sechs Pogo-Pins ermöglichen den externen Zugriff auf den Akku, auf USB, auf den i2c-Bus und auf Interrupts. Als mögliche Ergänzungen wurden die Unterstützung für das drahtlose Laden mit Qi, für Near Field Connection (NFC) und für eine physische Tastatur genannt. Besonders die Tastaturerweiterung, die das PinePhone zu einem günstigen Mini-Laptop macht, fand großen Anklang in der Community.

    Jetzt meldete sich Community-Manager Lukasz Erecinski mit neuen Informationen und einigen Bildern eines Prototyps, die belegen, dass das Tastatur-Cover bald fertig sein wird. Kleinere Änderungen an der Form des Gehäuses und der Toleranz der Tastenklappen stehen noch aus, auch die Beschriftung der Tasten fehlt noch. Die Farbe des Endprodukts wird Schwarz sein und nicht Weiß wie beim Prototypen.

    Zusatznutzen

    Das Cover birgt aber nicht nur die Tastatur, sondern in Ergänzung des 3,000 mAh Akku des PinePhone einen weiteren Akku mit 6.000 mAh, der zudem als Gewicht dient, um dem aufgeklappten Gerät einen sicheren Stand zu verleihen. Dieser Akku wird über einen zusätzlichen, im Cover integrierten USB-C Port geladen und soll dem PinePhone genug Energie für eine Woche Leerlauf bei eingeschaltetem Modem liefern.

    QWERTY als Standard

    Die Tastatur entspricht standardmäßig der US-amerikanischen QWERTY-Tastaturbelegung und verfügt über eine umprogrammierbare Firmware. Ist das PinePhone in das Cover eingeklickt, ist das kleine Notebook mehr als doppelt so dick wie das Phone alleine.

    Das Scharnier der Tastaturabdeckung lässt sich in einem 180-Grad-Winkel aufklappen, was erlaubt, das Phone samt Tastatur flach hinzulegen und das Phone per Touch zu nutzen, ohne das Tastatur-Cover zu entfernen. Einen Termin, wann das Tastatur-Cover im Shop von Pine64 bestellt werden kann, nannte Erecinski noch nicht. Einen Preis nennt er auch noch nicht, dieser soll aber um die 50 USD liegen.

  • Offene PinePhone-Modem-Firmware fast fertig

    PinePhone Modem

    Im Januar erwähnte der Report von Pine64 unter anderem, dass einige Entwickler erste Schritte unternommen haben, um eine Open-Source-Version der Firmware für das Quectel E25-G Modem des PinePhone zu erstellen.

    Fast Funktionsparität erreicht

    Seitdem sind gute Fortschritte zu verzeichnen. Der derzeitige Stand entspricht von der Funktionalität her in etwa dem der proprietären Firmware und kann somit von mutigen Besitzern eines PinePhone gegen die Standard-Firmware ausgetauscht werden. Mit einigen Fehlern muss derzeit noch gerechnet werden. Das berichtet Brad Lindner in seinem Blog Linux Smartphones. Die derzeitigen Builds weisen Unterstützung für GPS auf, bieten ein verbessertes Power-Management, eine schnellere Boot-Sequenz und beseitigte Audio-Fehler bei Telefongesprächen.

    Operation am offenen Herzen

    Informationen über die offene Firmware auf der Basis des Yocto-Projekts bietet die Release-Ankündigung auf GitHub. Anleitung zum Austausch der Firmware und einen Weg zurück zur Standard-Firmware bei Problemen sind ebenfalls auf GitHub zu finden. So erfreulich die Öffnung der Firmware für das Modem des PinePhones auch ist, ein Vertrieb künftiger PinePhones mit der offenen Firmware ist aufgrund von rechtlichen Problemen nicht zu erwarten.

  • Pine64: Report für März

    Die Elektronikbranche erlebt derzeit eine Verknappung bei elektronischen Bauteilen, die die Auslieferung vieler Geräte verzögert und teilweise durch höhere Einkaufspreise zu Preissteigerungen bei den Endgeräten führt. Davon sind neben Branchenriesen wie Qualcomm natürlich besonders kleine Unternehmen wie Pine64 und Purism betroffen.

    Pinebook Pro wird teurer

    Wie Pine64 in seinem Report für März erklärt, sollen die Vorbestellungen für weitere Ausgaben der beiden beliebtesten Produkte Pinebook Pro und PinePhone noch in diesem Monat starten. Das Pinebook Pro soll nächste Woche den Anfang machen. Allerdings werden zu diesem Zeitpunkt nur ANSI-Tastaturen verfügbar sein. Durch die oben erwähnten Umstände steigt der Preis von 200 auf 220 USD. Weitere Preiserhöhungen sind bei der erwarteten Eskalation auf dem Bauteilmarkt nicht ausgeschlossen. Positiv ist anzumerken, dass Armbian frische Abbilder mit dem Panfrost-Treiber und verschiedenen Desktops ausliefert. Auch postmarketOS liefert neue Images mit Kernel 5.11. Standardmäßig wird auf dem im April auszuliefernden Pinebook Pro Manjaro Arm 21.02 installiert sein.

    PinePhone »Beta Edition« rollt an

    Die Vorbestellungen für das nächste PinePhone, dass die Bezeichnung »Beta Edition« trägt und mit Manjaro und Plasma Mobile ausgeliefert wird, beginnt im Verlauf dieser oder nächster Woche. Die Bezeichnung Beta bezieht sich auf die noch in der Entwicklung begriffenen Software, die Hardware ist kaum verändert. Lediglich ein derzeit nicht lieferbares Bauteil wird ersetzt. Wer also bereits ein PinePhone besitzt, hat annähernd die aktuelle Hardware. Die Preise für »PinePhone Beta Edition« und »Beta Edition mit Convergence Pack« bleiben unverändert bei 150 bzw. 200 USD.

    PinePhone Tastaturerweiterung ab Mai

    Zwei Erweiterungen für das PinePhone, die in Form einer austauschbaren Rückseite kommen, werden in den nächsten Monaten ausgeliefert. Bei der Tastatur, die das PinePhone in einen PDA verwandelt, warten die Entwickler auf die Tastenkappen, die in den nächsten zwei Wochen eintreffen sollen. Mit der Vorbestellung kann ab Mitte Mai gerechnet werden. Was die Fingerabdruckrückseite betrifft, wurden Leiterplatte und das Gehäusedesign zur Fertigung eingereicht. Hier wird mit einer Verfügbarkeit im 2. Quartal gerechnet.

    Videozusammenfassung

  • Software-Updates für das PinePhone

    PinePhone Manjaro Edition

    In den letzten Tagen gab es zum PinePhone Neuigkeiten der Software von postmarketOS (pmos ) und Manjaro ARM. Wollte man bisher postmarketOS auf die interne eMMC des PinePhone aufspielen, so war Jumpdrive das Tool der Wahl. Damit ist das Flashen des Betriebssystems auf das PinePhone zwar einfacher als das Flashen von Lineage OS und anderen ROMs, aber es ist immer noch relativ umständlich.

    Jump the Drive

    Dabei wird das Jumpdrive-Image auf eine microSD-Karte geschrieben und anschließend das PinePhone von der Karte gestartet. Daraufhin wird das Telefon an einen PC angeschlossen und das Abbild auf die eMMC geschrieben. Dieses Vorgehen könnte bald der Vergangenheit angehören, denn aktuelle Builds von pmos aus dem Edge Channel bringen einen grafischen Installer mit. Der Edge Channel bringt immer die neuesten Entwicklungen zu den experimentierfreudigen Anwendern. Naturgemäß sind diese Entwicklungen nicht immer stabil.

    Das Installer-Image ist an der Größe erkennbar. Beim MouseOver erscheint auch der Zusatz ‚installer‘.

    Grafischer Installer

    Die derzeitigen Abbilder mit Installer sind mit den Oberflächen Phosh und Plasma Mobile zu haben und unterscheiden sich von den Images ohne Installer schon allein durch die Größe, denn sie bringen über 150 MByte mehr auf die Waage. Wann die Images im Stable Channel landen ist ungewiss, es wird aber bestimmt noch eine Weile dauern.

    Manjaro bietet Daily Builds

    Auch von Manjaro ARM gibt es Neues zu berichten. War die Entwicklung dieses mobilen Ablegers von Manjaro anfangs recht gemächlich unterwegs, so wurde mittlerweile das Tempo rasant angezogen. Das Team bietet seit Neuestem tägliche Builds mit Phosh, Lomiri (ehemals Unity 8) und Plasma Mobile an.

    Wer mehr über aktuelle Entwicklungen zum PinePhone und Linux-Phones generell erfahren möchte, dem sei die neueste Ausgabe des GNULinuxNews-Podcasts in Folge 7 empfohlen, der am 1. Februar erscheinen wird. Dort haben wir unter anderem gemeinsam mit Peter Mack von LinMob aktuelle Entwicklungen besprochen und bewertet.

  • Neues zum PinePhone im Januar

    PinePhone im Januar

    Pine64 hat seit seinem ersten Markteintritt des PinePhone vor einem Jahr eine große und sehr aktive Community um das günstige Linux-Smartphone geschart. Verschiedene Community Editons mit postmarketOS, Ubuntu Touch, Manjaro, Plasma Mobile und zuletzt Mobian sind seitdem erschienen. Die Attraktivität des mit rund 150 Euro sehr günstigen Smartphones wird nicht zuletzt durch das Vorhandensein von sechs sogenannten Pogo-Pins unter der hinteren Abdeckung erhöht, erlauben sie doch die Erweiterung der Funktionalität durch Wechselcover, die mit den Pins korrespondieren.

    Zusatzfunktionen im Austausch-Cover

    Durch das Austauschen der hinteren Abdeckung werden Besitzer des PinePhone in der Lage sein, Unterstützung für das drahtlose Laden mit Qi, für Near Field Connection (NFC) oder für eine physische Tastatur hinzuzufügen. Neben den offiziellen Erweiterungen ist auch hier die Community aktiv. So hat ein Hardware-Hacker ein Loch in das Cover geschnitten und dort einen Fingerabdrucksensor eingesetzt.

    Zwei in Eins

    Pine64 hat mittlerweile Kontakt zu dem Hacker aufgenommen und plant ein offizielles Backcover mit Fingerabdrucksensor für den Pine64-Store. Ein solches Cover könnte, so eine weitere Idee, zusätzlich die Qi-Ladestation unterbringen, wie dem Report von Pine64 für Januar zu entnehmen ist.

    Nach außen gelegt

    Im Pine64-Store werden zudem ein paar Erweiterungskabel angeboten, die sowohl die Funktionalität der Pogo-Pins als auch des SD-Card-Readers nach außen verlegen. Das PINEPHONE FLEX BREAK-OUT BOARD für 1 USD, das ebenfalls aus einem Community-Projekt entstand, verlegt alle sechs Pins nach außen und ermöglicht es Bastlern, die Pins zu nutzen, ohne jedes Mal das Cover abnehmen zu müssen. Das Gleiche leistet ein für 8 USD angebotener PINEPHONE MicroSD EXTENDER für den SD-Karten-Slot.

    Endgültiges Layout!?

    Das Layout der Tasten des Tastatur-Covers wurde erneut überarbeitet und soll nun in der 6. Revision als endgültige Version vorliegen, wie die Entwickler auf Twitter mitteilten.

    Das endgültige Layout für die Tastatur-Erweiterung des PinePhone

    Modem teilweise offen

    Ebenfalls auf Twitter wurde am Wochenende geteilt, dass in einem ersten Schritt zur teilweisen Öffnung des Modems die Modem-Firmware des PinePhone keinen Closed-Source-Daemon mehr benötigt.

    https://twitter.com/biktorgj/status/1352995436316024833

    Neue Software gibt es auch im Januar zu vermelden. So liegen Manjaro ARM und openSUSE für das PinePhone in neuen Versionen vor. Ein aktueller Neueinsteiger zum Jahresbeginn ist OpenMandriva LX für das PinePhone.

  • Pine64: Neues PinePhone mit Mobian vorbestellbar

    Bild: Pine64

    Das Community-Update von Pine64 für den Monat Januar vermeldet eine weitere PinePhone-Community-Edition, die dieses Mal den Debian-Ableger Mobian als mobiles Betriebssystem mitbringt. Am 15. Januar vorgestellt, ist das Gerät bereits heute im Shop von Pine64 vorbestellbar. Die Community Edition mit Mobian gibt es, wie bereits der Vorgänger mit Plasma Mobile, in zwei Varianten. Mit 2 GByte RAM und 16 GByte eMMC kostet das Gerät 150 USD, mit dem Convergence-Package mit 3 GByte, 32 GByte eMMC und zusätzlichem USB-C Dock steigt der Preis auf 200 USD. Grundlage bildet Version 1.2b des PCBA (Printed Circuit Board Assembly). Die Auslieferung ist für Mitte Februar 2021 geplant.

    Öffnung des Modems

    Das Modem des PinePhones ist nun in der Lage, Linux 5.10 auszuführen, was ein erster Schritt zur völligen Öffnung des Modems sein soll. Es handelt sich derzeit noch um eine Machbarkeitsstudie, aber man hofft, am Ende ein von der Community entwickeltes Mainline-Linux zu haben, das der proprietären Firmware des Modems in Sachen Funktionalität ebenbürtig ist. Das bedeutet, dass die Benutzer irgendwann in der Lage sein werden, die Firmware des Modems selbst durch eine von der Community erstellte Firmware zu ersetzen, auch wenn Pine64 diese nicht ausliefern kann.

    Pinebook Pro und PineTab bald wieder verfügbar

    Gute Nachrichten gibt es bei der Verfügbarkeit von Pinebook Pro und PineTab. Zuletzt hatte es Verzögerungen gegeben, weil die benötigten Displays nicht verfügbar waren. Die Verfügbarkeit verbessert sich zwar gerade, jedoch auf hohem Preisniveau. Der Blogeintrag stellt die erneute Verfügbarkeit im Shop nach dem chinesischen Neujahrsfest im Februar in Aussicht, wobei eine Anhebung der Preise der beiden Geräte vermieden werden soll.

    Es gibt zudem zwei neue Distributionen für das Pinebook Pro zu vermelden. Da ist einerseits OpenMandriva Lx 4.2 mit Plasma-Desktop, das auf SourceForge zum Download bereitsteht. Die zweite Veröffentlichung ist eine Vorschau auf FreeBSD 13, die ein lästiges Keyboard-Problem des Vorgängers löst. Das Blog empfiehlt Anwendern von FreeBSD auf dem Pinebook Pro, vor dem Download den Thread im Forum der Distribution zu lesen.

    AOSC Linux mit vielen Desktops

    Nicht zuletzt wird die Aufmerksamkeit auf AOSC Linux gelenkt, eine Debian-basierte Distribution, die die meisten PINE64-Einplatinencomputer und -Geräte unterstützt, darunter auch das Pinebook Pro. Sie bietet eine große Auswahl an Standard-Desktops, die sich für das Pinebook Pro anbieten, einschließlich, aber nicht beschränkt auf GNOME, Cinnamon, MATE und XFCE. Die Betriebssystem-Images verwenden Mainline-Kernel und laufen mit offenen GPU-Treibern. Die vollständige Liste der Abbilder mit den verschiedenen Desktops im Download-Bereich auf der AOSC-Website einzusehen.

    Tastatur-Cover ab April

    Im weiteren Verlauf des Reports wird verkündet, dass der Name der nächste Single-Board-Computer der Geräteschmiede Quartz64 lautet. Die Entwicklung der Smart-Watch PineTime schreitet ebenfalls weiter voran. Das Tastatur-Cover für das PinePhone soll ab April zu kaufen sein.

    Schema des Keyboard-Layouts

    Weitere Hardware, deren Weiterentwicklung zur Sprache kommt sind die Qi-Ladestation, der Lötkolben Pinecil, die beiden PinePower-Netzteile und die Kamera PineCube.